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Aufmerksamkeitslenkung

 

Worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, verstärkt sich.

Es handelt sich hierbei um ein geistiges Gesetz, dass immer gültig ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir unseren Fokus auf das, was wir wollen oder auf ein Problem richten. Im ersten Fall verstärkt sich das, was wir wollen und unser Unterbewusstsein wird alle Hebel in Bewegung setzen, uns dabei zu helfen, genau das in die Tat umzusetzen, damit es sich erfüllen kann. Richten wir jedoch unsere Aufmerksamkeit auf ein Problem - verstärkt sich das Problem und wird uns Tag für Tag daran erinnern, dass wir ein Problem haben.

Doch haben wir wirklich ein Problem? Probleme gibt es nicht, denn es ist ja ein "Pro"blem, also ersteinmal für uns. Es ist eine Wachstumschance, die uns auffordert, etwas anders zu machen, als wir es bisher getan haben. Von der Logik her ist das sehr verständlich. Nur in der praktischen Umsetzung tun  wir uns damit schwer. Wir hacken immer wieder auf unserem Problem herum, reden ständig davon, denken ständig daran und wundern uns, dass es einfach nicht zu lösen ist. 

Stattdessen ist es sinnvoller, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf die Lösung richten. Doch was können wir tun, wenn uns die Lösung nicht einfallen will? Wir können trotz allem unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken, auf etwas Angenehmes, auf ein Ziel oder einen Wunsch, den wir uns selbst erfüllen möchten. Und schon haben wir unseren Fokus nicht mehr auf dem Problem. Einige unserer scheinbaren Probleme lösen sich dadurch von allein auf. Andere sind vielleicht eine größere Herausforderung. 

Ein Problem ist ein Hinweis darauf, dass etwas in unserem Leben nicht so ist, wie es sein sollte. So können wir uns immer fragen: Was will mir diese Situation sagen? Was muss ich ändern? Wo muss ich etwas ändern? Bin ich dazu bereit? Was kann ich jetzt sofort tun? Was ist mein nächster Schritt? Was ist mein Ziel?

Wer sich schwer tut, diese Fragen zu beantworten, kann dies schriftlich tun. Wir können einfach die Fragen auf ein Blatt Papier schreiben und alles aufschreiben, was uns dazu einfällt. Vielleicht ist nicht alles davon brauchbar, aber irgendeine brauchbare Antwort wird dabei sein, die uns mehr Aufschluss gibt und uns unseren nächsten Schritt gehen lässt. Wir müssen nicht gleich unser großes Ziel erreichen. Aber ein kleiner nächster Schritt nach dem anderen bringt uns sicher dorthin.

 

Marion Shara'Alina Kohlmann